Ausblick

Die Pr√§misse der st√§dtebaulichen Sanierung war von Beginn an die Ber√ľcksichtigung der stadtgeschichtlichen Vielfalt sowie die Schaffung einer zukunftsf√§higen, dynamischen Innenstadt.

Hierbei lag die besondere Herausforderung in der Verkn√ľpfung und Belebung von Stadtquartieren unterschiedlichster Entstehungsepochen. Das Sanierungsgebiet hat somit ma√ügeblich zum Erhalt von vielen hundert Jahren Cottbuser¬†Stadtgeschichte¬†beigetragen.

Die Vielzahl privater und √∂ffentlicher Investoren, die teilweise durch St√§dtebauf√∂rderungsmittel subventioniert wurden, f√ľhrte letztlich dazu, dass die zu Beginn festgelegten Sanierungsziele nahezu vollst√§ndig erreicht wurden.

Sanierungsverfahren und die damit verbundene Anwendung des Besonderen St√§dtebaurechts sind zeitlich begrenzte Instrumente. Dennoch ist die Innenstadtsanierung ein stetig fortlaufender Prozess, der auch nach der im November 2020 erfolgten Aufhebung der Sanierungssatzung fortgef√ľhrt werden muss, um die erreichten Sanierungsziele f√ľr die Zukunft zu sichern.

Neben der M√∂glichkeit einzelne Geb√§ude unter Denkmalschutz zu stellen, kommen f√ľr die Sicherung der Sanierungserfolge auch Instrumente wie Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen oder die Aufstellung von Bebauungspl√§nen in Frage.

Auch nach Aufhebung der Sanierungsgebietssatzung stehen f√ľr die Durchf√ľhrung von Modernisierungs- und Instandsetzungs- sowie Ordnungsma√ünahmen in der Cottbuser Innenstadt weiterhin F√∂rderm√∂glichkeiten zur Verf√ľgung.

Aufgrund der vorhandenen Kulissen√ľberlagerung der ‚ÄěModellstadt Cottbus ‚Äď Innenstadt‚Äú mit dem F√∂rdergebiet ‚ÄěSt√§rkung der Innenentwicklung‚Äú des Bund-L√§nder-Programms Stadtumbau sind im Teilprogramm Aufwertung weitere F√∂rderwege offen.

Zudem unterst√ľtzt das Teilprogramm Sanierung, Sicherung und Erwerb ‚Äď ein weiteres Teilprogramm des Bund-L√§nder-Programms Stadtumbau ‚Äď welches 2010 aufgelegt wurde, Ma√ünahmen an vor 1949 errichteten, innerst√§dtischen Geb√§uden und dient somit insbesondere dem Erhalt der Altbausubstanz.

In 2020 fand eine umfassende Neustrukturierung und √úberarbeitung der St√§dtebauf√∂rderung und seiner Programmbausteine statt. Mit dem Ziel der inhaltlichen Weiterentwicklung, Entb√ľrokratisierung und Flexibilisierung konzentriert sich die F√∂rderung k√ľnftig auf drei Programme. Die bisherigen sechs Programme wurden eingestellt und die bis dahin laufenden Gesamtma√ünahmen je nach F√∂rderschwerpunkten in die neuen Programms√§ulen eingeordnet ohne die vorherigen F√∂rderinhalte zu begrenzen.

Das neue Programm ‚ÄěLebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne‚Äú entwickelt die ehemaligen Programme Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, St√§dtebaulicher Denkmalschutz, Kleinere St√§dte und Gemeinden, sowie einige Gesamtma√ünahmen des ehemaligen Programms Zukunft Stadtgr√ľn fort und b√ľndelt diese.

Das Programm ‚ÄěSozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten‚Äú entwickelt das vorherige Programm Soziale Stadt fort.

Die F√∂rderinhalte des vorherigen Programms Stadtumbau gehen vollst√§ndig im neuen Programm ‚ÄěWachstum und nachhaltige Erneuerung ‚Äď Lebenswerte Quartiere gestalten‚Äú auf. Ebenso entwickelt sich das Programm Zukunft Stadtgr√ľn teils in diesem Programm weiter.

Als zwingende F√∂rdervoraussetzung werden k√ľnftig Ma√ünahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung, sowie Ma√ünahmen zur Verbesserung der gr√ľnen Infrastruktur in allen Programmbausteinen erforderlich sein.